Medizinische Versorgung in Schneeberg langfristig gesichert

Ingo Seifert, Bürgermeister Bergstadt Schneeberg und Thomas Hohlfeld, Geschäftsführer Poliklinik gGmbH Chemnitz zur Vertragsunterzeichnung im Rathaus

Mietvertrag mit Poliklinik unterzeichnet

Gestern wurde im Rathaus der Bergstadt Schneeberg ein langjähriger Mietvertrag über die Nutzung großer Flächen des ehemaligen Bergarbeiterkrankenhauses (BAK) geschlossen.

Mit der Vertragsunterzeichnung wurden zukunftsweisend die Weichen im Hinblick auf die ärztliche Versorgung der gesamten Region gestellt. Nun besteht Planungssicherheit für beide Seiten und die Poliklinik gGmbH Chemnitz wird als Betreiber des MVZ Schneeberg bis 2024 in den Umbau zu effizienten Praxisflächen investieren. Dabei bleiben die bislang bereits etablierten Fachrichtungen Allgemeinmedizin, Augenheilkunde, Chirurgie, Orthopädie sowie Anästhesiologie erhalten. Der neue langfristige Mietvertrag ist ein wichtiger Meilenstein, um nach der Einstellung des stationären Betriebs nachhaltig ein breit aufgestelltes ambulantes medizinisches Versorgungsangebot mit unterschiedlichen Fachärzten zu etablieren.

„Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit stehen in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander. Die langfristige Sicherung und kontinuierliche Weiterentwicklung der bereits seit Jahren auf hohem Niveau angebotenen medizinischen Versorgung werden wir im offenen Dialog mit all unseren Mitarbeitern, der Ärzteschaft und den Partnerunternehmen weiter fortführen“, sagt Thomas Hohlfeld, Geschäftsführer der Poliklinik. „Mit den spezialisierten operativen Leistungen im Schwerpunkt Augenzentrum sind wir ein Zentrum für die gesamte Region. Um die positive Entwicklung des Hauses voranzutreiben, werden wir weitere medizinische Leuchttürme etablieren, deren Wirkung weit über die Stadtgrenzen in das gesamte westliche Erzgebirge bis ins Vogtland und Zwickauer Land hinausreicht".

An dem traditionsreichen Standort könnten sich weitere Praxen für Ergotherapie, Logopädie sowie spezialisierte Fachärzte niederlassen. Ein Pflegezentrum mit Tagespflege ist geplant und im neuen Bettenhaus sind aktuell Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht. Für diesen Bereich gibt es bereits Nachnutzungspläne durch die Johanniter. „Wir brauchen weitere Mieter, damit sich das Gebäude trägt", sagte Bürgermeister Ingo Seifert.

Im Juni 2020 hatte die Bergstadt die Immobilie aus der Insolvenzmasse gekauft und die städtische Wohnungsbaugesellschaft Immobilien-Service-Schneeberg GmbH (ISS) übernahm die Verwaltung.

Das Gesamtprojekt in der Goethestraße 3 sei weiterhin eine große Aufgabe, so der Konsens aller Akteure.

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